Geschichte

Wenn die Antonius-Schützen durch Grefrath marschieren, dann zieht eine jahrhundertealte Tradition durch den Ort. In unserem Heimatgebiet sind bereits im 14. Jahrhundert Schützenverbände nachgewiesen. (z.B. 1304 Kempener Junggesellen 1348 St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nieukerk).

Das älteste vorhandene Zeugnis sind die neu formulierten Statuten aus dem Jahre 1628. Hier wurde niedergeschrieben, dass sich Junggesellen- und Männerschützen trennten. Man kann also davon ausgehen, dass es bereits vor 1628 eine Bruderschaft in Grefrath gab. Die Antonius-Schützen sind aus der Bruderschaft des hl. Antonius entstanden, die bereits 1500 erwähnt wurde. Die Blütezeit erlebten die Bruderschaften im Mittelalter. Bis ins I9. Jahrhundert dienten Sie in der Kranken- und Armenpflege. Das Ende des 2. Weltkrieges und der nationalsozialistischen Herrschaft brachte die Voraussetzungen für den Neubeginn der Bruderschaft in Grefrath. Am 14.Mai 1948 trafen sich zehn „ehemalige“ Antoniusschützen und beauftragten eine Kommission, bestehend aus dem späteren Bürgermeister Hermann Harmes, Paul Gartz, Hyronimus Wackers und Heinrich Neuenfels, mit Vermögensverwaltung und Neugründung der Junggesellen- und Männerschützen in einem Verein. An der ersten Versammlung am 16. Januar 1949 nahmen 22 Grefrather teil, darunter auch Gemeindedirektor Mühlenhusch, Pfarrer Janssen und Bürgermeister Harmes. Die eigentliche Gründungsversammlung am 31. März 1949 brachte der neuen Körperschaft den Namen „St. Antonius-Schützenbruderschaft Grefrath" und den ersten Nachkriegsvorstand unter dem Vorsitz von Gerhard Schmitz. Eine erste Versammlung füllte die bis dahin bargeldlose Kasse mit 47.50 DM. Der Anfang war bescheiden, aber der Elan des Vorstandes ließ einiges erwarten.

Denn bereits am 14./15. Mai 1950 fand nach groß angelegter Plakatwerbung in allen Orten des Kreises die erste Nachkriegs-Schützen-Kirmes in Grefrath statt. bei der Johannes Mündges den Vogel abgeschossen und damit die Königswürde erhalten hatte. Das Fest vollzog sich unter dem strengen Kommando von General Jakob Nauen und Major Johannes Bist bei schönstem Wetter in maiengeschmückten Straßen. Dieses gelungene Fest erhöhte die Mitgliederzahl drastisch von 30 auf 115. Die vereinigte Bruderschaft hat seither eine stetige und erfreuliche Entwicklung genommen. Glanzpunkt in den fünfziger Jahren war zweifellos das 325jährige Jubiläum unter der Regentschaft von Johannes Allen sen.

Weitere Könige folgten.

Ein stark verjüngter Vorstand unter dem neuen Brudermeister Horst Busch machte sich 1975 an die ersten Planungen für das Jubelfest 1978.

Dies soll nur ein, kurzer Überblick sein, da die gesamte Geschichte der St. Antonius- Bruderschaft 1628 Grefrath e.V. hier den Rahmen sprengen würde.